We have a winner!

Through August and September we asked people what’s important for them when it comes to taking time off from the digital. We wanted to get to know people who unplug and do Digital Detox, take OFFTIME and are in control of their connectivity. What’s their story?

Many of you wrote us and took part in the OFFTIME Stories contest. And now, after 2 weeks of intense voting, we have a winner-story in the community voting:

Congrats, Johannes! “Im Digitalen Wahn nicht Versinken” is the winning story of our community voting!

Our high ranked jury selected five more stories on its own and ranked them as follows:

  1.  “Marokko” by Benjamin
  2. “Mitten drin und doch ganz weit weg” by Karl-Heinz
  3. “Give Me Tea or Give me Death” by Maheen
    “6293 Minutes and Twinkies – Time To Disconnect” by Mikaela
    “Das Leben in vollen Zügen genießen” by Stephanie

Thank you to everyone who participated! We’ll get in touch with the winners in the coming days.

If you haven’t done so already, get the OFFTIME app for Android or iOS now. If you haven’t participated yet and think, you have your own story to tell, please write it down and send it to us!

 

Im digitalen Wahn nicht versinken | Johannes’ OFFTIME Story

Im Leben von Johannes Braun (30) steht selten etwas still, schon gar nicht er selbst: “Wenn Du dieses Schreiben liest, bin ich bestimmt schon im Marokko-Urlaub.” Für den Dipl. Sozialwissenschaftler und aktuellen Hobby-Studenten ist OFFTIME ist eine wertvolle Hilfe, “um nicht völlig im digitalen Wahn zu versinken!” Johannes hat uns fünf Bilder mitgesandt, die sich auf seine Arbeit als Kreativberater und “Design-Thinker” beziehen.

Hier ist Johannes’ OFFTIME Story:

JohannesBraunSeit Ende April bin ich völlig frei davon, alle drei bis fünf Minuten auf mein Smartphone zu schauen. Allerdings nur an einem ganz besonderen Ort und auch nur an zwei Tagen in der Woche. An diesen zwei Tagen komme ich oft noch nicht einmal auf die Idee, unmittelbar alle einkommenden SMS oder Instant-Messaging Nachrichten zu lesen. Ein schöner Zustand. Auch kann ich kurze Leerlaufzeiten aushalten und muss mich nicht über die Neuigkeiten der Welt „informieren“; sprich: ablenken.

Ablenken ist hier bereits ein Euphemismus, denn längst saugt die Smartphone-Realität uns regelrecht ein. Etwa bei Facebook und Twitter. Hier will der angemeldete Nutzer mit Erfolg vertreten sein. Damit gemeint ist die erfolgreiche Teilnehme an Kommunikation. In virtuellen Diskussionen ist es zum Beispiel erheblich besser, unter den ersten drei Antwortenden zu sein – für Antwort Nummer 42 interessiert sich meist niemand mehr (von Douglas Adams Fans einmal abgesehen). Mit Erfolg können wir bestimmte Angebote also nur dann nutzen, wenn wir alle paar Minuten mit unseren Smartphones checken, ob es etwas Neues gibt was wir liken, sharen oder kommentieren „müssen“.

Zum Glück gibt es den einen Ort, an dem mein Smartphone in der Jackentasche bleiben kann. Der Ort, der unheimlich anregt und zugleich als meine ‚Digital-Detox-Oase‘ fungiert, ist das Hasso Plattner Institut in Potsdam. Genauer eine an dieses Institut angeschlossene Einrichtung mit dem Namen HPI School of Design Thinking (D-School). Dienstags und freitags wird es im Zusatzstudium so bunt und intensiv, dass mein Hirn keine weiteren Reize durch das Smartphone benötigt. Im interdisziplinären Team in besonderen Räumen an komplexen Problemen zu arbeiten und dabei neue Produkte und Dienstleistungen gestalten – das ist der Stoff, aus dem meine Offtime-Zeit besteht.

JohannesBraun2Ein wichtiger erster Schritt zu mehr digitaler Unabhängigkeit ist es also, Räume und Tätigkeiten zu finden, mit denen wir uns ohne zusätzliche Mühe frei von unseren Smartphones fühlen können.

Doch, oh Schreck, was ist in den Semesterferien?

Mit Google habe ich die OFFTIME-App gefunden. Diese App verblüfft. Und erschreckt, weil sie in einem ersten Schritt schonungslos anzeigt, wie oft am Tag man sein Smartphone entsperrt und wie lange man sich wirklich durch die verschiedenen Apps ablenken lässt. Bei mir liegt die Anzahl der Entsperrungen an manchen Tagen in den Semesterferien bei knapp unter 100. Das ist eindeutig zu viel. Mein Smartphone auszuschalten oder es im Flugzeugmodus zu betreiben kommt allerdings auf keinen Fall in Frage. Mir ist es wichtig, dass der engere Freundeskreis und meine Familie mich erreichen können. Durch OFFTIME bestimme ich nun selbst genau die Zeiten, zu denen ich konzentriert und ablenkungsfrei arbeite. Auch plane ich aber viel gezielter die Zeiträume, zu denen ich mir Facebook und Co. „erlaube“.

OFFTIME kann den Aufenthalt an der D-School nicht ersetzen. Das ist auch gar nicht das Ziel der App. Vielmehr hilft mir OFFTIME die Semesterferien zu überstehen und spürbar produktiver mit meiner Zeit umzugehen. Danke.

JohannesBraun3

Taking time off the grid needs a strategy | Frederick’s OFFTIME Story

Frederick L. Rosa Pérez (22) studies Digital Graphic Design in Puerto Rico. Asked how OFFTIME in particular relates to him, Frederick notes: “OFFTIME helped me to realise the role of technology in my life by also pointing out an opposite and more beneficial way. Using OFFTIME as a reference I could evaluate more objectively and quantitatively the digital performances in my personal and professional environment and eventually made the necessary adjustments.” Furthermore Fredrick notes: “Some people say technology is bad and imprisoned us in our cellphones, but with OFFTIME I learned that by NOTICING and adjusting our behaviours, the use of technology is possible  in a moderate and responsable way that still allows to get a fully picture of what’s going on in the real world.That’s all, I think. If something needs to be fixed just let me know.”

Here’s Frederick’s OFFTIME Story:

FrederickRosa_ogDuring my past four years of study in Puerto Rico I received my first smartphone and became really obsessed with having it organised and ‘under control’, so that it didn’t control me. I explored different kinds of applications for this purpose and I found OFFTIME, an app I think that offers options and insights which should be a default in every device.

The promotional video was what got me to think that it was just what I needed. Besides that high quality video it was interesting to me because I’ve also felt guilty of wandering off with social media apps while being together with my family or at other times when I’m supposed to work. During moments when it was necessary to be present and feel enjoyment, I was presenting my phone, was distracted and did let go of any focus by simply unlocking the phone at the wrong moment.

When I noticed this, it was the right time to become proactive and find a strategy, somethign that could help me disconnect. Things like turning-off the phone or going to my grandparent’s house for a couple of days without a laptop helped, but I found some challenges with the consequences of living in a connected world. At times I desired a break, I was dependant on others’ lifestyle, unconsciously they stimulated me to go ‘ON’ again, because of a call I needed to wait or a file that had to be resent.

After finding OFFTIME and reaching that sweet spot in the profile settings I’ve been more focused when working, studying, sleeping, and being with my family. I’ve also built character treating OFFTIME-moments like a priority when its appropriate. The app makes sure that moments happen without the disturbance of technology. It’s also helped me to practice mindfulness: by noticing an automatic desire to open a particular social media app but ending up banging myself with some sort of wall made out of black pillows and with words that keep on telling me what I’m trying to do and reminding me to be present.

A recent experience was the best accidental OFFTIME I’ve ever had. ‘Sleep’ is a profile I created which lets me use only four apps without internet connection and this can’t be deactivated. When on a medical appointment I accidentally activated this profile (because the app suggests profiles for calendar events). After that I went to see my grandmother who recently got out of the hospital.

When I remembered ‘Sleep’ was on I decided to treat the laptop I’ve had with me in the same way. And from that moment onwards me and my grandma had a great and long time with lots of laughs. Thanks OFFTIME!

Marokko | Benjamin’s OFFTIME Story

Benjamin (29) schreibt u.a. Texte für Bejomo – eine App, die Menschen zusammen führen will, eine App mit rührseliger Entstehungsgeschichte: Ein gewisser Marc dachte nach, über seine Kollegen, “die auf der Suche nach dem Partner fürs Leben immer öfter im Internet auf die Suche gehen” und fehlende Fähigkeiten, Beziehungen auch offline aufzubauen. Grundidee für Bejomo war es also, einen Gegentrend zu schaffen. Es ist also nur folgerichtig, dass Texter Benjamin zum OFFTIME-Nutzer wurde: “OFFTIME hilft mir, Zeit für mich zu finden und mich wieder neugierig und aufnahmefähig für die echte Welt zu machen.” Sein eingereichtes Foto zeigt Natur pur, wer in dieses Boot einsteigt, kriegt kalte Füße.

Hier ist Benjamins OFFTIME Story:

Marokko

Ich war auf Facebook, glaube ich. Oder auf Twitter. Oder auf irgendeiner anderen Webseite. Egal, wichtig ist nur: ich war vertieft in mein Smartphone und blickte nicht nach vorne. Der Weg war mir bekannt, die Umgebung hatte sich seit gestern bestimmt nicht verändert und ich sah auch ansonsten keinen Grund, von meinem Smartphone aufzublicken. Die Gefahr, im Internet etwas zu verpassen, war in meinen Augen doch viel größer.

Auch sie sah auf ihr Smartphone, mit Kopfhörern auf den Ohren, bestimmt im Rhythmus der Musik gehend. Vielleicht sah sie sich auch ein Youtube-Video an oder einen Podcast zu Quantenmechanik. Direkt gegenüber vom Reisebüro gingen wir aneinander vorbei. „Komm nach Marokko“ stand im Schaufenster ganz groß. Beide mit gesenktem Kopf und keiner blickte nach oben. Ihre Schuhe, die ich aus den Augenwinkeln sehen konnte, waren olivgrün und ihre Knöchel weich und weiß.

Wenn ich in diesem Moment nach oben gesehen hätte und sie hätte das Gleiche getan, wir hätten uns in die Augen gesehen und es wäre wie in den Filmen gewesen. Wir hätten gelächelt und hätten uns, ein wenig schüchtern nur, gegrüßt und wären verlegen stehengeblieben. Wir hätten kurz geplaudert, viel gezwinkert und uns dann in die Eisdiele gesetzt. Hände hätten sich berührt, die Gespräche wären vertrauter geworden, wir hätten uns mit Eis gefüttert. Zur Verabschiedung, denn sie musste zu einem Treffen, ein Kuss auf die Wange, im letzten Moment noch Handynummern ausgetauscht und den ganzen Nachmittag weiter SMS geschrieben.

Ich stelle mir vor, es wäre dann alles ganz schnell gegangen, einige Dates, beim vierten davon Sex, ein Besuch im Zoo, zufällig die Eltern kennengelernt und wenn wir irgendwann beim gemütlichen Flanieren wieder an der Stelle des ersten Treffens vorbeikommen wären, käme von ihr die Frage: „Sollen wir nicht nach Marokko fliegen?“ Ich hätte gelacht und Hand in Hand wären wir ins Reisebüro. Drei Wochen Marokko und auf einem Markt hätte ich ungefähr zwei Stunden lang gefeilscht, um ihr eine schöne Armbanduhr zu kaufen. Wir hätten die Batterie aus der Uhr genommen, uns an den Strand gelegt und die Zeit wäre still gestanden, während wir zusammen zweimal die Sterne gezählt hätten.

Doch ihre olivgrünen Schuhe waren schon an mir vorbei, als ich endlich aufblickte. Ich drehte mich kurz um und sah sie gerade um eine Ecke verschwinden. Als ich mich wieder aufs Smartphone konzentrierte, erreichte mich ein Tweet: „Weine nicht verpassten Chancen nach, sondern schaffe dir neue.“

Give me tea or give me death | Maheen’s OFFTIME Story

Maheen Rehman (23) from Karachi, Pakistan, is doing her Bachelor in Medicine and Bachelors in Surgery (MBBS). Her story relates to the matter of self control. Asked for a picture that either shows her or represents OFFTIME, she sent us an image that states: “Give me tea or give me death”.

MaheenRehman_ogHere’s Maheen’s OFFTIME Story:

I’m not someone with a lot of self control. With an upcoming exam it upsets me how much of my time I spent on my phone, everyday. And I wasn’t even actually doing anything productive within that time, or having too many conversations. The urge to check my phone every five minutes, for what I thought is only a second, ended up being an entire day. And if I would ever share this truth with my friends they’d ask why I didn’t just turn off my phone when I was studying. That’s it. Problem over. But I didn’t know how to explain it to them. It wasn’t that simple. I just couldn’t stop myself from grabbing my phone and browsing during my study time.

But one day I’d had it. I sat down and googled “softwares to lock your phone”. I have this tendency to Google everything, from recipes to growing vegetables at home to formatting my computer, I am proud to say my life depends on googling. Frankly speaking I’m really glad I googled that day, because if I had not, me and OFTIME would have never met each other. I searched the application in the Playstore. At that time I thought: “What could I lose?” And anyway, I was already losing time.

I downloaded OFFTIME and initially the profile settings, the application access options, the option to manual unlock – everything felt a bit overwhelming. Initially I just said “next” to each option. Now, can I manually unlock it? Because I know myself so well, I decided to go for: “No manual unlock option”.

Honestly the first time I took an OFFTIME I was really annoyed. I had been so used checking my phone every second I felt incomplete not doing so. I even tried to delete the application so I could unlock my phone but figured the software developers are smarter than I thought. And guess what? That day I actually ended up studying. My phone was just lzing in a corner all day long and within a few days I felt less and less dependent on the device. I was actually getting stuff done! I was over the moon. I went around telling everyone about it, nobody could really wrap their head around this extremism when I could just turn off my WiFi or my phone. But I didn’t care anymore. I found my solution to my ADHD*. It felt so liberating, my life is no longer dominated by my phone.

I think I haven’t been happier since the world got accustomed to using smartphones to say the least. For someone with a concentration span of a goldfish like me, I think OFFTIME has changed my life and for the better. I’m really grateful that someone actually came up with this idea. In a world where our lives resolve around our phones this needed to be done. Constant notifications, staying in touch with the world has hampered progress and consumed so much of our precious time. It feels like we get done more since we have constant access to information but I’ve realised it’s quite the opposite. I think I better go lock my phone again and get back to my books!

Zeit zum Atmen und für meine Familie | Reik’s OFFTIME Story

Reik (40) lebt in Bargteheide bei Hamburg und gibt als Hauptinteresse “Atmen” an. Beruflich ist er im Bereich Vertrieb und Marketing tätig. In seiner eingereichten Story geht es vor allem um die Entdeckung von OFFTIME. Ferner teilt Reik einige Tipps, die ihm nach einem jedem helfen, um sich über die Kostbarkeit der eigenen Zeit bewusst zu werden. Unser Favorit ist folgende Analogie: “Essen fotografieren und Selfie-Sticks sind wie weiße Socken in Sandalen: Sieht einfach Scheiße aus!” Ferner rät Reik:  

  • Coworking-Space stundenweise buchen (jede Minute unnützer Arbeit fehlt euch am Ende)!
  • Keine Ablenkung während eines Workouts – Wenn Du Freunden schreibst, kannst Du Dich nicht auf Deinen Körper konzentrieren – die Freunde sind in dem Moment vielleicht auch beim Sport und müssen nur wieder Text lesen.
  • Tickets ausdrucken (Flug, Bahn) – Das spart den Griff zum verführerischen Smartphone.
  • Rechner und Smartphone auf maximal 70 Prozent laden, keine Ladegeräte mitnehmen. So geht man sehr sparsam mit dem Strom um!

ReikWinkelmann_ogHier ist Reiks OFFTIME Story:

Sommer 2012: Irgendwie bekomme ich das Buch von Anitra Eggler in die Hände: „E-Mail macht dumm, krank und arm: Digital Therapie für mehr Lebenszeit“ und hier nahm das offtime/offline-Schicksal seinen Lauf. Aufgrund der Auseinandersetzung mit dem Thema kam ich dann auf das Buch “Ich bin dann mal Offline” von Christoph Koch, welches ich über den Jahreswechsel in Asien gelesen habe.

Sommer 2013: Ein Newsletter von Christoph Koch liegt in meinem Postfach. OFFTIME-Eine kleine App, die uns dabei helfen soll dem Wahnsinn von ständiger Erreichbarkeit, unterbrechungsüberfluteter Arbeit, Ich-Muss-da-Jetzt-Kurz-Ran-Mittagstelefonaten endlich (wieder) unter Kontrolle zu bekommen – Hört sich gut an, probiere ich mal aus – Beta-Version angefordert und bekommen. Ich erinnere mich noch an die Einfachheit der App am Anfang. Es war schön, die Entwicklung von Version zu Version zu beobachten.

Und so nutze ich OFFTIME, auch heute.

Heute an dem Tag, an welchem ich über meine Erfahrungen schreibe, ist der Wochentag an dem ich meine kleine Tochter früher aus dem Kindergarten abhole, da meine Frau länger arbeitet und ich an diesem Tag immer im Homeoffice arbeite. In meinem Kalender ist der Zeitraum mit dem Stichwort OFFTIME vermerkt, weitere Keywords, die sich die App „schnappt“ und automatisch offtime geht sind „Mittagessen“, „Telefontermin“, „Kino“, „Sport“, „Essen“.

Während meiner Offtime können mich nur meine Frau und die Kindereinrichtung erreichen.

SIE ist der Grund, warum ich keine Ablenkung mehr will.